Pulverbeschichtung

Der Stand der Technik

Bei einer klassischen Pulverbeschichtung oder Pulverlackierung werden die Oberflächen elektrisch leitfähiger Werkstücke mit Pulverlack beschichtet. Die entsprechende Technologie wurde maßgeblich in den USA entwickelt, die Pistolen für die elektrostatische Pulverlackierung kamen aber von Anfang an auch in Europa auf den Markt. Mehr oder weniger zeitgleich – zwischen 1966 und 1973.

Für die Aufladung der Lackpartikel gibt es verschiedene Verfahren, die sich nach der technischen Ausstattung der jeweils verwendeten Sprühpistole richten.

Die Corona-Applikation

Bei einer Aufladung durch Ionisation werden die Lackpartikel an einer Elektrode entlanggeführt, die eine Spannung bis 100 kV aufweist. Durch die Hochspannung wird die Umgebungsluft der Partikel ionisiert.

Wenn die Lackpartikel das elektrische Feld zwischen dem geerdeten Werkstück und der Hochspannungselektrode der Spritzpistole passieren, lagern sich an ihrer Oberfläche Luft-Ionen an. Allerdings handelt es sich dabei nur um 1 bis 3 Prozent  der vorhandenen Luft-Ionen, die restlichen freien Ionen werden als Raumladung bezeichnet.

Im Rahmen der sogenannten ionenarmen Corona-Aufladung werden diese Ionen durch eine zusätzliche Elektrode an der Spitze der Pulversprühpistole aufgenommen, so dass deren Ladung abgeleitet wird.

Durch einen nicht optimalen Abtransport der störenden freien Ionen entstehen am Werkstück eine Anhäufung von elektrostatischen Ladungen in Form von Faradayschen Käfigen.

Diese elektrischen Felder bewirken störende Eigenschaften bei der Lackierung von leitfähigen Werkstücken so dass eine mangelnde Eindringtiefe und auftretender Kantenaufbau (sog. Bilderrahmeneffekt) und damit nachteilige Effekte in der Lackierung und ihrer Qualität auftreten.

Unser Stand der Entwicklungstechnik

Mit der airmatic-Technologie reduzieren Sie hier diese störenden elektrostatischen Felder und sorgen für eine optimierte Applikation der Pulverlacke.

Die airmatic-Technologie verbessert mit der EMP-Technik die Eindringtiefe des Pulvers in die Ecken und Kanten. Geometrisch schwierige Bauteile lassen sich prozesssicher mit hoher Qualität beschichten.

Die airmatic-Funktionserdung verbessert gleichzeitig die elektrostatische Wirkung durch eine Reduzierung der Feldlinien auf Ecken und Innenkanten und sorgt so für eine reduzierte Bildung von Faradayschen Käfigen. Eine gleichmäßigere Schichtdickenverteilung ist das Ergebnis und sorgt für weniger Bilderrahmeneffekte.

Die airmatic-Funktionserdung ist eine zusätzliche Installationskomponente und übernimmt dabei keine Schutzerdungsfunktion.

Zusammen bilden airmatic-Zerstäubungsoptimierung und airmatic-Funktionserdung ein effektives Duo das den Auftragswirkungsgrad insbesondere auch des Feinkornanteils steigert und gleichzeitig Umgriff und Eindringtiefe verbessert.

Zielgerichtet – Qualitätssteigernd!

Als funktionelle zusätzliche Bestandteile einer modernen Pulverbeschichtung sorgen unsere Anlagen für eine Optimierung des regulären Betriebs der elektrostatischen Pulverlackapplikation und erzielen eine hohe Qualität der Oberflächen!S

Applikationsverfahren

  • Elektrostatische Pulverbeschichtung
  • Corona-Pulverpistolentechnik

Anlagentechnik

  • Handapplikation
  • vollautomatische Durchlaufanlagen mit Hubgerüst
  • Roboterapplikation

Vorteile

  • Pulverlackeinsparung bis zu 15 %
  • Drucklufteinsparung bis zu 30 %
  • Homogenere Schichtdickenverteilung
  • Reduzierung der Faradayschen Käfige
  • Reduzierter Kantenaufbau und dadurch weniger Bilderrahmeneffekte
  • Bessere Eindringtiefe in Ecken und Kanten

Unsere Referenzen

Hier sehen Sie eine kleine Auswahl der Unternehmen, die auf unsere bewährte airmatic-Technologie setzen. Wenn Sie Fragen zu den einzelnen Referenzen haben: Melden Sie sich gerne bei uns!